You are hereMotorräder/Auto / XT660Z / GPS-Halterung

GPS-Halterung


Das 276c muß ja irgendwie hin an die Tenere. Grundsätzlich ist die Tenere schon schön mit einem Montagebügel über dem Cockpit ausgestattet, an dem man das GPS befestigen könnte. Allerdings ist dieser Bügel relativ knapp zwischen Scheibe und Cockpit sodass in jedem Fall ein Adapterstück zu basteln ist - oder von Teuertech so ein Dings bezahlen... Beide Varianten sind für mich nix, das GPS muß wo anders hin weil ich diese Rally-Cockpits ala Paris-Dakar nicht mag obgleich es schon sinnig sein mag, das GPS halbwegs auf Augenhöhe zu haben. Doch ich schätze der Vorteil kommt erst im Rallyeinsatz zum tragen und den wiederum seh ich nicht so schnell auf mich zukommen.
Nein, der Bereich zwischen Lenker und Cockpit bietet in meinen Augen die ideale Position. Letztendlich ist die einzige Möglichkeit in dem Bereich was zu montieren, wenn man zwei Trägerbauteile mit an die Lenkerklemmung anbringt und an diese Bauteile dann das Endgerät dranschraubt. So der Plan.

Das Endgerät ist wie oben schon angemerkt, ein GPSMAP 276c mit einem (nicht abschliessbaren) Träger von TT. Das Teil mitsamt dem GPS muß also da vorne rein. Ich möchte also an die Lenkerklemmung jeweils einen Arm nach vorne anbauen die an deren Ende den GPS-Halter aufnehmen können.

Für die an die Lenkerklemmung anzubringenden Teile bin ich im Baumarkt (wo sonst!?) fündig geworden. Sogenannte "Sparren-Pfetten-Anker" sind hier vergleichsweise gut geeignet. Zuächst sind sie mit einer Gesamtlänge von etwa 17cm zu lang, aber die Form ist die entscheidende Größe. Guggst Du Herstellerbeschreibung bei GAH-Alberts. Mit einer Stahlsäge und einer guten Feile bekommt man die Dinger schon auf passende Größen reduziert. Man beachte, es gibt hier zwei unterschiedliche Varianten (was ausgesprochen positiv für dieses Projekt ist) dieser Anker - einmal Links und einmal Rechts. Ich hab' diese Elemente auf rund 14cm an der "Vorne"-Seite gekürzt, angeschrägt und gerundet - also da, wo das GPS drankommt. Auf der Lenkerklemmseite nur ein bißchen. Die Menge wieviel man auf dieser Seite wegnehmen kann ist begrenzt, und zwar durch die Lenkerquerstrebe. Die sollte sinnvollerweise nicht mit den Trägerteilen kollidieren.

Tip: Zum Bearbeiten (mit Bohrer, Säge und Feile) der Teile habe sie nicht nur im Schraubstock eingespannt (klugscheiß ;-) sondern auch mit ein bis zwei kleinen Schrauben aneinander geschraubt. Macht das Handling des Werkstücks irgendwie einfacher. Ausserdem werden die Bohrungen, wenn man beide Teile gleichzeitig bearbeitet, genauer. Dass man nach dem Bohren oder Sägen die Grate mit der Feile entfernt, glaub' ich, ist überflüssig hier zu erwähnen. Die Grate sind so dermaßen scharf - und ein rot eingefärbter Träger ist nicht jedermanns Geschmack...

Der Anbau des GPS-Trägers ist wiederum eine Klemmung - realisiert über ein U-Eisen an der Unterseite des GPS-Trägers und einer 10mm-Gewindestange, einem Stück Aluminiumrohr (Innendurchmesser >10mm, sodass die Gewindestange halt durchpasst) und zwei Flügelmuttern. Dieses U-Eisen habe ich aus einem Set von Rohrschellen. So wie sie aus dem Dabadaja-YippiYippiYeh in der Installateur-Abteilung kommen, hängen an den zwei kürzeren Enden jeweils eine Rohrschelle dran - die kann man aber abschrauben. Der Abstand von rund 6cm von einer zur anderen Seite ist ideal, denn das ist der Abstand, auf den man die o.g. Anker ohne Probleme ausmitteln kann. Die Bohrlöcher für die Lenkerklemmung liegen dann schön mittig. Die Löcher seitlich im U-Eisen müssen noch auf 10mm Durchmesser erweitert werden, damit die Gewindestange durchpasst. Ich hab' 10mm gewählt weil ich diese Klemmung so konstruieren will, dass man sie per Hand lösen kann. Damit wäre eine Neigungsverstellung oder ein Variieren des Abstands zum Lenker möglich, ohne dass Werkzeug von Nöten wäre. Allerdings bringt man nur ab 10mm genügend "Gewalt" auf die Klemmung dass sich nichts mehr rührt. Habe es zuerst mit 8mm probiert - war einfach zuwenig Spannung was man per Hand über die Flügelmuttern erzeugen könnte.

Leider habe ich beim fotographieren übersehen, dass der Makro-Modus noch eingeschaltet ist und so ist das Bild leider ein bisschen unscharf. Ich denke man kann aber erkennen, wie das Ganze nun zusammengesetzt ist. Der geneigte Leser wird schon bemerkt haben, dass ich an den Tragarmen die von der Lenkerklemmung kommen, oben jeweise zwei Bohrungen mit 10mm Durchmesser plaziert habe. Durch diese Alternative kann das GPS ein bisschen im Abstand zum Cockpit bzw. zum Fahrer verschoben werden. Mag sein dass das hilfreich sein könnte wenn man eine Tankrucksack recht hoch aufbaut. Für Fahrten ohne Tankrucksack werde ich eher die lenkernähere Bohrung verwenden weil die Sicht aufs Cockpit dann vollkommen frei ist.

Feddischh!

Hier noch ein paar Bilderles dazu: